
Kennst Du das? Ein leichtes Ziehen im Unterarm, ein Kribbeln in den Fingern oder eine Kraftlosigkeit beim Greifen der Kaffeetasse. Was oft harmlos beginnt, kann sich schleichend zu einem chronischen Begleiter entwickeln, der nicht nur die Arbeit am Computer, sondern den gesamten Alltag überschattet.
Was ist ein „Mausarm“ eigentlich?
Der Begriff „Mausarm“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für das RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury). Er beschreibt Beschwerden im Bereich von Hand, Arm, Schulter und Nacken, die durch stereotype, sich ständig wiederholende Bewegungen ausgelöst werden.
Warum heißt das so?
Der Name rührt schlichtweg von der Hauptursache in unserer modernen Arbeitswelt her: der tausendfachen, kleinteiligen Nutzung der Computermaus und Tastatur. Es ist jedoch keine „Krankheit“ im klassischen Sinne, sondern eine Überlastungsreaktion des Gewebes.
Die Symptome: Mehr als nur ein Ziehen
Die Anzeichen sind vielfältig und oft schwer zu lokalisieren. Typischerweise berichten Betroffene über:
- Schmerzen:
Ziehend oder brennend, oft vom Handgelenk bis in die Schulter ausstrahlend. - Missempfindungen:
Kribbeln („Ameisenlaufen“) oder Taubheitsgefühle in den Fingern. - Kraftverlust:
Schwierigkeiten beim Halten von Gegenständen oder beim Tippen. - Steifheit:
Besonders morgens fühlen sich die Gelenke „eingerostet“ an.
Entstehung: Die Sichtweisen im Vergleich
Um den Ausweg zu finden, müssen wir verstehen, wie der Schmerz entsteht. Hier gibt es entscheidende Unterschiede in der Interpretation:
Der herkömmliche Erklärungsansatz
Oft wird der Fokus auf eine strukturelle Schädigung gelegt. Man spricht von Entzündungen der Sehnen oder einer direkten Nervenreizung durch mechanische Enge. Die Therapie konzentriert sich folglich häufig auf Ruhigstellung (Schienen), entzündungshemmende Medikamente oder operative Eingriffe, um „Platz zu schaffen“.
Die Sichtweise nach Liebscher & Bracht
Wir betrachten den Mausarm als ein Problem der muskulär-faszialen Spannung. Durch die stundenlange, einseitige Haltung am Schreibtisch und die minimalen Klick-Bewegungen verkürzen die Muskeln und Faszien auf der Armvorderseite extrem.
- Es entstehen enorme Zugkräfte auf Sehnen und Gelenke.
- Der Körper registriert diese drohende Schädigung und sendet einen Alarmschmerz aus.
- Nicht die Entzündung ist das Hauptproblem, sondern die zu hohe Spannung im Gewebe, die den „Druck im System“ erhöht.
Möglichkeiten, aus der Falle zu kommen: Übungsvideo
Um die Schmerzen loszuwerden, müssen wir die Spannung dort senken, wo sie entsteht. Auch wenn Roland Liebscher-Bracht in seinen Videos oft Begriffe wie „Tennisellenbogen“ verwendet, sind die funktionellen Zusammenhänge identisch: Die Beuge- und Streckmuskeln des Unterarms sind durch die Arbeit an der Maus chronisch überlastet und verkürzt.
Die folgende Übung ist eine effektivste Methode, um genau diese Spannungen abzubauen und den Druck vom Handgelenk und Ellenbogen zu nehmen:
Übung zum Mitmachen: Unterarmspannungen lösen
(Effektiv bei Mausarm, RSI-Syndrom und Tennisellenbogen)
Prävention: Den Teufelskreis durchbrechen
Vorbeugung bedeutet Vielfalt. Da der Mausarm durch Monotonie entsteht, ist die Lösung die Unterbrechung dieser Muster:
- Ergonomie:
Nutz vertikale Mäuse oder ergonomische Tastaturen, um die natürliche Stellung des Unterarms zu unterstützen. - Pausen-Management:
Nutze die „Micro-Pause“. Alle 20 Minuten die Arme hängen lassen und die Handgelenke sanft mobilisieren. - Dynamisches Sitzen:
Verändere regelmäßig deine Position.
Fazit: Aktiv werden statt abwarten
Ein Mausarm ist kein Schicksal, mit dem man sich abfinden muss. Indem wir die Ursache – die zu hohe Spannung in Muskeln und Faszien – direkt angehen, geben wir dem Körper das Signal, dass der Alarmschmerz nicht mehr nötig ist.
Hinweis: Die gezeigten Übungen dienen der Prävention und allgemeinen Gesundheitsförderung. Sie ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung bei akuten medizinischen Problemen.
Persönliche Beratung in Rostock und Halle
Leidest du bereits unter hartnäckigen Beschwerden im Arm oder möchtest du präventiv sicherstellen, dass dein Arbeitsplatz dich nicht krank macht? Als zertifizierter Liebscher & Bracht Therapeut unterstütze ich dich dabei, die muskulär-faszialen Zusammenhänge deines Schmerzes zu verstehen und gezielt aufzulösen.
Vereinbare jetzt einen Termin in meiner Praxis. Gemeinsam finden wir deinen Weg zurück in einen schmerzfreien (Arbeits-)Alltag!
Hallo, mein Name ist
Thomas Aust
Ihr Partner für ein schmerzfreies Leben
Als zertifizierter Liebscher & Bracht Schmerztherapeut begleite ich Sie mit Empathie und fachlicher Expertise auf Ihrem Weg aus dem Schmerz. Meine eigene Geschichte vom Schmerzpatienten zum Therapeuten treibt mich täglich an, Ihnen die bestmögliche „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu bieten – präzise, nachhaltig und individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten.
So erreichen Sie mich:
Möchten Sie den ersten Schritt in ein beweglicheres Leben gehen? Sie können Termine ganz einfach telefonisch vereinbaren.
für Halle & Umgebung:
für Rostock & Umgebung:
+49(0) 381 - 51079743
Hinweis: Die gezeigten Übungen dienen der Prävention und allgemeinen Gesundheitsförderung. Sie ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung bei akuten medizinischen Problemen.
Mehr aus dem Blog
Hexenschuss: Plötzliche Blockade oder intelligenter Schutzmechanismus?
Es passiert oft in den banalsten Momenten: Beim Binden der Schuhe, beim Aufheben eines Stifts oder beim schnellen Aufrichten aus dem Gartenstuhl.Plötzlich durchfährt ein vernichtender, stechender Schmerz den unteren Rücken. Bewegung? Unmöglich. Der...
Das Netz des Lebens: Warum dein Bindegewebe (Faszie) der Schlüssel zur Schmerzfreiheit ist
Was früher schlicht als „Bindegewebe“ abgetan wurde, steht heute im Zentrum der modernen Schmerzforschung. Wir bei Liebscher & Bracht wissen: Die Faszie ist weit mehr als nur eine Hülle. Sie ist ein hochkomplexes Kommunikations- und...
Das Geheimnis des Ellenbogens: Warum dieses Gelenk (fast) nie altert
Hast du dich jemals gefragt, warum wir ständig von künstlichen Hüften oder Knie-Operationen hören, aber fast nie von einer Ellenbogen-Prothese aufgrund von Verschleiß?Der Grund ist so simpel wie genial: Wir benutzen ihn. Und zwar richtig. Die...
Sodbrennen: Wenn das Zwerchfell den Magen in den Schwitzkasten nimmt
Wer unter Sodbrennen leidet, bekommt oft gesagt: „Du hast zu viel Magensäure.“ Doch oft ist das Problem nicht die Chemie, sondern die Statik.Wenn wir chronisches Sodbrennen ignorieren, riskieren wir dauerhafte Schäden: Die Speiseröhre kann sich...
Schmerz ist kein Schicksal – Warum ich mein Wissen mit dir teile
Mein Warum: für die Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht " und für diesen Blog „Das ist eben der Verschleiß im Alter.“ Oder: „Da hast du wohl die schlechten Gene geerbt.“ Sätze wie diese höre ich nicht selten. Doch Hand aufs Herz: Wenn wir Schmerz...
Deine Hüfte: Das Kraftzentrum zwischen Bewegungsfreiheit und Stillstand
Die Hüfte ist das größte Gelenk unseres Körpers. Sie ist das mechanische Bindeglied zwischen dem Oberkörper und unseren Beinen. Doch während sie eigentlich für weite, kraftvolle Bewegungen konstruiert wurde, verkümmert ihr Potenzial im modernen Alltag zwischen...
Original Liebscher & Bracht Hilfsmittel
-

Der Faszien Set – das Original von Liebscher & Bracht
49,95 €inkl. 19 % MwSt.
-

Schulterretter Liebscher & Bracht Original
29,95 €inkl. 19 % MwSt.
-

Drücker-Set Liebscher & Bracht Original
85,20 €inkl. 19 % MwSt.
-

Nackenretter – Liebscher & Bracht Original
49,95 €inkl. 19 % MwSt.







